Upcycling Magie: So verwandelst du alte Tassen in wunderschöne DIY-Kerzen!

Vintage Tassen Kerzen herstellen: Wie du aus alten Schätzen wunderschöne Kerzen zauberst
Liebst du auch altes Geschirr? Vielleicht kennst du das: Du öffnest den Schrank und da steht sie.
Diese eine Tasse. Oder drei. Oder zehn. Mit Goldrand. Zartem Blumenmuster. Vielleicht ein bisschen angeschlagen, vielleicht nicht mehr „modern“, aber irgendwie… zu schade für den Sperrmüll.
Ich bin verrückt nach Flohmärkten und finde immer wieder schöne alte Tassen, am liebsten mit Goldrand. Deshalb haben sich im Laufe der Zeit so einige Stücke in meinem Schrank angesammelt. Doch das Problem kennen viele: Die Tassen sind zwar wunderschön, aber irgendwie nicht so praktisch. So stehen sie im Schrank und verstauben – schade, oder?
Was ich aber auch liebe, sind Kerzen. Die brennen bei mir das ganze Jahr über. Und dadurch bleiben natürlich immer Kerzenreste übrig. Also warum nicht das eine mit dem anderen verbinden und aus den alten Tassen etwas Neues, Nützliches machen? Kerzen selber gießen ist nicht nur nachhaltig, sondern macht auch jede Menge Spaß. Außerdem tust du der Umwelt etwas Gutes: weniger Müll, mehr Kreativität!
Ich zeige dir, wie du Schritt für Schritt deine eigenen Kerzen in Tassen gießt – es ist wirklich ganz einfach.
Warum Vintage-Tassen perfekte Kerzengefäße sind
Auf den ersten Blick wirkt die Idee vielleicht ungewöhnlich: Kerzen in alten Tassen. Doch schaut man genauer hin, zeigt sich schnell, warum gerade Vintage-Tassen dafür so gut geeignet sind.
Viele ältere Tassen bestehen aus dickem Porzellan oder Steingut und wurden dafür gemacht, heiße Getränke lange warm zu halten. Diese Eigenschaft macht sie auch beim Kerzengießen angenehm stabil. Die Wärme verteilt sich langsam und gleichmäßig, was ein ruhiges Abbrennen begünstigt.
Auch die Form spielt eine Rolle. Tassen haben meist eine angenehme Tiefe und einen überschaubaren Durchmesser. Dadurch lässt sich der Docht gut zentrieren, und die Flamme bleibt kontrolliert. Zugluft wird etwas abgeschirmt, was besonders im Alltag praktisch ist.
Ein weiterer Vorteil ist der Charakter. Vintage-Tassen sind selten perfekt. Kleine Gebrauchsspuren, Muster oder ein leicht abgenutzter Goldrand verleihen jeder Kerze eine persönliche Note. Keine Kerze sieht aus wie die andere – und genau das empfinden viele als besonders schön.
Dazu kommt der Nachhaltigkeitsgedanke. Alte Tassen sind bereits vorhanden und müssen nicht neu produziert werden. Sie bekommen durch das Kerzengießen eine neue Aufgabe, statt ungenutzt im Schrank zu stehen oder aussortiert zu werden. Auch Kerzenreste lassen sich darin wunderbar verarbeiten. Leichte Farbverläufe oder Unregelmäßigkeiten wirken in Tassen nicht störend, sondern charmant.
Nicht zuletzt spielt die emotionale Seite eine Rolle. Manche Tassen sind mit Erinnerungen verbunden – an Menschen, Orte oder besondere Momente. Als Kerze bleiben sie sichtbar und werden weiterhin genutzt, nur in einer neuen Form.
Zusammengefasst eignen sich Vintage-Tassen als Kerzengefäße, weil sie stabil, formschön, nachhaltig und voller Charakter sind. Sie verbinden Funktionalität mit Geschichte, und machen jede Kerze zu einem kleinen Unikat.
Die Wachskunde: Welches Wachs eignet sich für Kerzen in Tassen?

Beim Kerzengießen entscheidet das Wachs maßgeblich darüber, wie deine Kerze später aussieht, abbrennt und wahrgenommen wird. Gerade bei Kerzen in Tassen lohnt es sich, kurz hinzuschauen – denn nicht jedes Wachs verhält sich gleich.
Bienenwachs
Bienenwachs ist eines der ältesten Kerzenwachse überhaupt. Es hat eine natürliche gelbliche Farbe und einen dezenten Eigengeruch, den viele als angenehm empfinden. Bienenwachs wird oft als hochwertig wahrgenommen und passt besonders gut zu Vintage-Tassen, weil es optisch sehr ruhig wirkt. Viele schätzen außerdem, dass es aus einem natürlichen Ursprung stammt.
Beim Abbrennen zeigt sich Bienenwachs meist stabil und gleichmäßig. Die Oberfläche wirkt eher matt und natürlich als perfekt glatt – was bei handgemachten Kerzen oft sogar erwünscht ist.
Sojawachs
Sojawachs ist besonders beliebt, weil es pflanzlich ist und sich gut verarbeiten lässt. Es schmilzt relativ gleichmäßig und wird häufig als weich und cremig empfunden. In Tassen sorgt es oft für eine ruhige, helle Optik, die Muster und Farben des Gefäßes gut zur Geltung bringt.
Sojawachs wird gern verwendet, wenn man Kerzenreste mischen oder Duftkerzen herstellen möchte, da es Düfte gut aufnimmt. Kleine Unregelmäßigkeiten auf der Oberfläche sind normal und gehören zum handgemachten Charakter dazu.
Rapswachs
Rapswachs wird häufig regional hergestellt und gilt als moderne Alternative zu Sojawachs. Es ist ebenfalls pflanzlich und wird von vielen als angenehm im Handling beschrieben. In Tassen zeigt es ähnliche Eigenschaften wie Sojawachs und eignet sich gut für schlichte, natürliche Kerzen.
Optisch liegt es meist zwischen Bienen- und Sojawachs und passt gut zu zurückhaltenden Vintage-Designs.
Paraffin: kurz eingeordnet
Paraffin wird oft für klassische Kerzen verwendet und ist technisch sehr zuverlässig. Es lässt sich gut kontrollieren und ergibt glatte Oberflächen. Viele greifen heute jedoch lieber zu pflanzlichen oder natürlichen Alternativen, vor allem beim Upcycling-Projekt mit Vintage-Tassen. Wichtig ist hier eine bewusste Entscheidung, was sich für dich stimmig anfühlt.
Welches Wachs passt zu Kerzen in Tassen?
Für Kerzen in Tassen eignen sich Wachse, die:
- gleichmäßig schmelzen
- nicht zu stark arbeiten
- kleine Unregelmäßigkeiten verzeihen
Gerade bei Vintage-Tassen geht es weniger um Perfektion, sondern um Atmosphäre. Natürliche Wachse unterstreichen diesen Charakter oft besonders schön.
Am Ende gibt es kein „richtig“ oder „falsch“. Man entwickelt mit der Zeit seine eigenen Vorlieben – je nachdem, wie die Kerze aussehen, sich anfühlen und in den Alltag passen soll.
Dochte verstehen: Warum sie für deine Kerze entscheidend sind
Neben dem Wachs spielt der Docht eine zentrale Rolle beim Kerzengießen. Auch wenn er unscheinbar wirkt, beeinflusst er maßgeblich, wie gleichmäßig deine Kerze abbrennt und wie stabil die Flamme später ist.
Ein zu dünner Docht kann dazu führen, dass die Kerze nur in der Mitte abbrennt und ein Wachstunnel entsteht. Ein zu dicker Docht hingegen sorgt für eine sehr große Flamme und kann das Wachs zu schnell verflüssigen. Gerade bei Kerzen in Tassen ist es deshalb wichtig, dass Docht und Gefäß gut zusammenpassen.
Viele Dochte bestehen aus Baumwolle und sind für DIY-Projekte gut geeignet. Sie lassen sich leicht kürzen, gerade ausrichten und verbrennen ruhig. Für Kerzen in Vintage-Tassen sind sie meist eine sichere Wahl, da sie das Wachs gleichmäßig schmelzen lassen und eine angenehme Flamme erzeugen.
Entscheidend ist vor allem die Größe der Tasse. Breitere Tassen benötigen in der Regel einen stärkeren Docht als schmale, hohe Modelle. Mit der Zeit entwickelt man dafür ein gutes Gefühl – gerade beim Kerzengießen gehört ein wenig Ausprobieren einfach dazu.
Damit der Docht beim Gießen nicht verrutscht, lohnt es sich, ihn vorab gut zu fixieren. Ein Holzspieß oder Stäbchen, quer über die Tasse gelegt, hält ihn zuverlässig in der Mitte, bis das Wachs fest geworden ist.
Ein sauber gewählter und gut platzierter Docht sorgt dafür, dass deine Kerze ruhig abbrennt, lange Freude macht und ihr schönes Gefäß optimal zur Geltung kommt.
Was du brauchst:
- Alte Tassen (egal welche Größe, Hauptsache, du magst sie!)
- Kerzenwachs (z. B. Bienenwachs* oder Sojawachs – achte darauf, dass es nachhaltig ist)
- Dochte* (passend zur Größe deiner Tasse)
- Holzspieße oder Stäbchen, um den Docht zu fixieren
- Ätherische Öle* (für einen angenehmen Duft)
- Alte Kerzenreste (perfekt zum Recyclen)
- Ein Topf und eine Schüssel für das Wasserbad
So geht’s: Schritt für Schritt:
Wachs* schmelzen:

Zuerst schmilzt du das Kerzenwachs im Wasserbad. Wenn du Kerzenreste hast, kannst du diese einfach mit dazugeben – so wird nichts verschwendet! Fülle einen Topf mit Wasser und stelle eine hitzebeständige Schüssel hinein. In dieser Schüssel schmilzt du das Wachs langsam.
Docht vorbereiten:

Befestige den Docht in der Mitte deiner Tasse. Am einfachsten ist es, wenn du den Docht um einen Holzspieß wickelst und diesen quer über die Tasse legst. So bleibt der Docht schön in der Mitte.
Wachs gießen:

Sobald das Wachs geschmolzen ist, kannst du es in deine Tasse gießen. Achte darauf, dass der Docht gerade bleibt. Jetzt ist auch der Moment, ein paar Tropfen von deinem liebsten ätherischen Öl hinzuzufügen. So bekommt deine Kerze einen wunderbaren Duft.
Abkühlen lassen:
Lass das Wachs in der Tasse vollständig abkühlen und fest werden. Dieser Prozess kann einige Stunden dauern, also hab ein wenig Geduld.

Docht kürzen:
Sobald das Wachs fest ist, kannst du den Docht auf etwa einen Zentimeter kürzen. Das ist die perfekte Länge, um die Kerze später gut anzünden zu können.
Duftkerzen & ätherische Öle in Tassen
Duftkerzen geben Kerzen in Vintage-Tassen noch einmal eine ganz besondere Note. Sie sprechen nicht nur das Auge an, sondern auch den Geruchssinn. Und genau das macht sie für viele so attraktiv. Gerade im Alltag werden Düfte oft als angenehm, stimmungsvoll oder entspannend wahrgenommen.
Ätherische Öle* werden dabei gerne verwendet, weil sie aus natürlichen Pflanzenbestandteilen gewonnen werden und sehr intensiv duften. Schon wenige Tropfen reichen aus, um dem Wachs eine dezente Duftnote zu verleihen. Wichtig ist dabei weniger die Menge, sondern das persönliche Empfinden. Viele bevorzugen sanfte, unaufdringliche Düfte, die den Raum begleiten, ohne dominant zu sein.
Besonders beliebt sind warme, runde Duftnoten, die gut zu Vintage-Tassen passen. Florale Düfte, zarte Zitrusnoten oder erdige Aromen werden oft als harmonisch empfunden. Welche Kombination als angenehm wahrgenommen wird, ist sehr individuell – hier lohnt es sich, verschiedene Varianten auszuprobieren.
Beim Arbeiten mit ätherischen Ölen ist Geduld wichtig. Das Öl wird erst dann zum Wachs gegeben, wenn dieses vollständig geschmolzen ist. So kann sich der Duft gleichmäßig verteilen. Mit der Zeit entwickelt man seine eigene Routine und ein eigenes Gespür dafür, welche Duftintensität sich für sie stimmig anfühlt.
Ein weiterer Vorteil von Duftkerzen in Tassen ist die Optik. Der Duft bleibt dezent im Hintergrund, während das Gefäß selbst weiterhin im Mittelpunkt steht. Gerade bei Vintage-Tassen mit Mustern oder Goldrand entsteht so eine schöne Balance zwischen Dekoration und Funktion.
Nicht jede Kerze muss duften. Manche bleiben bewusst neutral und werden genau dafür geschätzt. Andere bekommen durch einen Hauch ätherisches Öl eine persönliche Note. Beides ist vollkommen in Ordnung. Entscheidend ist, dass die Kerze zu dir und deinem Alltag passt.
Duftkerzen aus Vintage-Tassen verbinden damit mehrere Dinge: handgemachte Optik, bewusste Materialien und eine Atmosphäre, die viele als angenehm und wohnlich empfinden.
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Kerzen aus Tassen als Geschenkidee
Kerzen aus Vintage-Tassen sind für mich eine der schönsten Geschenkideen überhaupt, weil sie persönlich sind, ohne groß erklärt werden zu müssen. Man sieht sofort: Da hat sich jemand Gedanken gemacht. Nicht schnell irgendwas gekauft, sondern bewusst etwas ausgesucht und selbst gemacht.
Gerade alte Tassen bringen so viel Charakter mit, dass jede Kerze automatisch ein Einzelstück wird. Wenn ich so eine Kerze verschenke, weiß ich: Genau diese Tasse gibt es kein zweites Mal. Und genau das macht das Geschenk besonders.
Ich verschenke solche Kerzen gern zu Geburtstagen, zu Weihnachten oder als kleine Aufmerksamkeit zwischendurch. Auch als Mitbringsel funktionieren sie wunderbar, weil sie dekorativ sind und gleichzeitig einen Platz im Alltag finden. Sie landen nicht in einer Schublade, sondern meistens ziemlich schnell auf dem Tisch oder der Fensterbank.
Schön finde ich auch, dass man Kerzen in Tassen ganz leicht an die Person anpassen kann. Die Wahl der Tasse, eine schlichte Wachsfarbe oder ein dezenter Duft – all das macht die Kerze persönlicher, ohne dass es kompliziert wird.
Beim Verpacken halte ich es bewusst schlicht. Ein bisschen Seidenpapier oder eine einfache Schachtel reicht völlig aus. Die Tasse selbst darf im Mittelpunkt stehen, sie braucht kein großes Drumherum.
Für mich sind Kerzen aus Tassen Geschenke, die ruhig wirken, nachhaltig sind und lange Freude machen. Genau deshalb verschenke ich sie immer wieder gern.

Fazit:
Alte Tassen in neue Kerzen zu verwandeln ist nicht nur nachhaltig, sondern auch eine wunderbare Möglichkeit, deinen Wohnraum zu verschönern. Du schaffst einzigartige Dekostücke, die du mit Stolz selbst gemacht hast. Und das Beste daran? Diese selbstgemachten Kerzen sind auch ein tolles persönliches Geschenk!
Also schnapp dir deine alten Schätze und zaubere daraus etwas ganz Neues! Upcycling kann so einfach sein – und du wirst sehen, wie viel Freude es macht, aus Altem etwas völlig Neues zu schaffen.
Viel Spaß beim Kerzenmachen!
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